Was haben unsere Amateurfilme mit Streifen wie 'Crank 2' oder '28 Days later' gemeinsam? Sie wurden auf MiniDV gedreht! Das war es dann auch erstmal mit den Gemeinsamkeiten. Auf dieser Seite informieren wir über die geliehene oder mühsam zusammengesparte Technik, mit der wir unsere No-Budget-Produktionen in Bocholt und Umgebung umsetzen. Alle Angaben sind natürlich ohne Gewähr und unsere Meinung über dieses oder jene Gerät ist absolut subjektiv. Lobhymnen sind hier nicht als wenig dezente Schleichwerbung, sondern als echte Begeisterung nach jahrelanger Praxiserfahrung zu verstehen. Folgende Klamotten sind / waren bei uns bislang in Gebrauch:
D-MOVIE UND DIE TECHNIK
Jeder hat mal groß angefangen: Mit VHS-Kassetten, die im Vergleich zu heutigen Formaten den Charme von Backsteinen versprühen. Damals, im Jahre 2004, war es für uns einfach noch die erstbeste Wahl, sich die Videokamera aus dem Jugendheim zu schnappen, um ein Filmchen zu drehen. Die Rede ist von unserem Debüt „Infirmitas“ – der 20-minütigen Verfilmung einer Kurzgeschichte von David J. Lensing. Gedreht nach dem Motto: Ein Take pro Einstellung, eine Perspektive pro Szene. Alles brav vom Stativ und aus sicherer Entfernung, nur leider ohne Tonangel. Wozu auch, ohne externes Mikrofon? Na ja, das Ergebnis - mit Adobe Premiere geschnitten - spricht für sich.
Einige Monate später entstand im Zuge eines Schulprojekts ein Dokumentarfilm („Minotaurus – Mythologie in Griechenland“), den wir binnen vier Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr in Athen drehten – erstmals auf MiniDV. Als Kamera stand uns eine Canon XL1s mit externem Richtmikrofon zur Verfügung. Immer noch ohne Angel, aber hey: Mit Verlängerungskabel! So übte sich Dave als stotternder Moderator, während Thilo W. Lange als Kameramann die Millionen-Metropole in bewegten Bildern festhielt. Die zahlreichen Bänder wurden anschließend mit der Schnittsoftware Avid auf eine halbstündige Erkundungstour durch die griechische Mythologie zusammen geschnitten.
Anfang 2007 starb das kleine D-Movie-Sparschwein unter dem wuchtigen Hieb eines Vorschlaghammers und die erste eigene Kamera wurde in einem Bocholter Fachhandel erstanden: eine Panasonic NV-GS500 mit externem Mikrofon von der gleichen Marke. In den folgenden Monaten war dieser Camcorder bei Geburtstagsfeiern, Abivorfeten, Schulprojekten und allerlei Unfug mit von der Partie. Im September kam Rita Wißmann und Dave schließlich die zündende Idee, ein Projekt mit Spielfilmlänge zu drehen - damit ging es dann richtig los. Während die Panasonic hier als Making-Of-Kamera herhielt, liehen wir uns aus der Videoredaktion des Bocholter Borkener Volksblattes eine Canon XM2 samt Stativ. Eine Tonangel bastelten wir uns mittels eines teleskopischen Kescherstabs aus dem Angelladen. Das nötige Know-How zur Handhabung einer Tonangel erwirbt man hingegen nicht von heute auf morgen, was man unseren ersten Amateurfilmen „Without Goodbye“ und „Dead Dog’s Day“ auch ziemlich anmerkt.
Seit unserem Mammutprojekt - dem 2009 gedrehten D-Movie Double Feature "Random shot & the Junkie Park delivery" - steht uns eine Canon XL2 mit passendem Manfrotto-Stativ zur Verfügung. Damit bleiben wir bei MiniDV im SD-Bereich und nach wie vor in der Consumerklasse, stellen aber langsam höhere Ansprüche an Bild und Ton. Ohne unser externes Mikro (neuerdings ein Rode NTG-3) geht gar nix mehr und der umfunktionierte Kescherstab ist inzwischen einer richtigen Tonangel gewichen. Was das Licht angeht, so begnügen wir uns aber weiterhin mit dem Einsatz von selbstgebauten Diffusoren, Reflektoren (Styropor und Alufolie), Baustrahlern und viel Kreativität. Ebenfalls Marke Eigenbau ist unsere allseits geliebte Dolly - ein Traum aus Holz, Plastik und Skaterrollen. Unser Setfotograf (ein beliebter Posten, den jeder mal einnimmt) ist mit einer Nikon D50 und/oder neuerdings mit einer Nikon D90 unterwegs, um Fotos für die Website und Plakat- und DVD-Design zu schießen. Aktuell ist das Projekt "Jakobs Weg" in der Mache.












