Hier halten wir euch über die Dreharbeiten unseres aktuellen Films "Wir drehen uns" auf dem Laufenden.
Außerdem informieren wir über so einiges, was in Sachen Amateurfilm rund um Bocholt und NRW noch so geht.
Bescheite Geweise, weiße Bescheid!03.07.2011
Mücken so groß wie Kolibris. Die Stichwunden jucken, dass man sich die Haut abziehen möchte. Kommt davon, wenn man sich mit der Wildnis anlegt: Sieben Amateurfilmer haben es gewagt und den lieben langen Sonntag unter übelsten Bedingungen in den Untiefen der Wälder Hamminkelns verbracht. Nichts zu Essen, nichts zu Trinken - außer Kuchen und Cola - und praktisch abseits jeglicher Zivilisation - abgesehen von einer kleinen Straße in Blickweite, die doch erstaunlich hoch frequentiert war. Wie auch immer, das kleine Team war von Erfolg gesegnet. Das von den Nachrichten prophezeite "wechselhafte Wetter" schlug sich in ein paar Wölkchen mit maximalem Sonnenanteil nieder. Um zehn Uhr morgens ging es los. Vor der Kamera: lauter neue Gesichter. Dahinter: die üblichen Verdächtigen. An der Tonangel hat über den ganzen Tag hinweg unsere Partyfuchtel Jenny Wiedenhaupt aus - ein beachtliche körperliche Leistung angesichts unserer übergewichtigen Tonangel. Für Stunts und andere Gaukeleien war Allround-Fachmann Stefan aka "Wild Thing" zuständig. Zwischenzeitlich wurde unser kleines Team von den Montage-Experten unterstützt, die ihre neuste Kreation gleich mitbrachten: eine rostige, alte Schlagfalle - nagelneu und Marke Eigenbau. Wird Zeit, dass wir die Herausforderungen an Phil, Mau & Co höher schrauben: die machen ihren Job schon fast zu gut. Nicht, dass denen langweilig wird.
Die Dreharbeiten selbst dauerten 10 Stunden und forderten den Darstellern ne Menge ab. Dazu gehören: Unser Scriptgirl Pia Rodriguez (hat mal die Seiten gewechselt und sich vor der Linse ausgetobt, statt dahinter für Recht und Ordnung zu sorgen), außerdem Manuel Potrykus (Theaterkollege unserer heute leider verhinderten Catering-Fachfrau Sophie, alleinverantwortlich für Hunger und Leid am Set) und nicht zuletzt Leubet Yirga (bekannt aus Filmen wie "Cold chick" und sonst bis jetzt keinem), die extremst spontan zur Stelle war: Als am späten Samstagabend plötzlich ein Cast-Mitglied ausfiel, ließ Leubet - gerade Thekenschicht auf einer Party schiebend - sich dazu überreden, das große Ausschlafen gegen stundenlange Dreharbeiten zu tauschen. Für diese Aktion: Unser Star des Tages! Zu guter Letzt rundete Manuel Bors den Cast ab - Hauptaufgabe: in einer Pfütze aus 23 LIter Blut wälzen. Jaaa, dass das nicht der natürlichen Menge Blut entspricht, die einem Menschen so durch die Adern pumpe ist uns bewusst - aber kennste Wayne? John Wayne? Der soll mal gesagt haben: "Im Film wird restlos übertrieben. Und das ist gut so." Wer denkt, dass sei gelogen und niemals ein verifiziertes Zitat, soll erstmal ein paar bescheite Geweise sammeln. Danke ans Team, war'n toller Tag!
