Mondschein und Blitzlichtgewitter – das ist Premierenwetter. Die Stars schlüpfen aus ihren Limousinen und stolzieren durch das Gewühle aus Papparazzis und Groupies direkt über den roten Teppich in die VIP-Lounge. Dort versuchen sie, die Sterne mit Sektkorken zu treffen, hauen in flüchtigen Interviews ein paar zitierunwürdige Phrasen raus und baden sich nach der Aufführung ihres Blockbusters im frenetischen Jubel des Publikums!
Mit der Vorstellungskraft eines John Dorian ist alles möglich… nun ja, weil die Premiere stets Abschluss und Höhepunkt eines großen Filmprojektes ist, versuchen wir sie zumindest im Rahmen unserer Möglichkeit nahezu bombastisch über die Bühne zu bringen. Im direkten Vergleich mit dem oben beschriebenen Hollywood-Spektakel müssen wir allerdings ein paar Abstriche machen:
- Keine Limousinen. Das größte Auto, das bei uns vorfährt, ist ein kantiger Bully mit Brötchen-Aufklebern von der Bäckerei Lensing, unserem Caterer.
- Kein roter Teppich. Ne blau gestreifte Fußmatte ist alles, was man beim Betreten des Kinodroms bemerkenswertes überquert.
- Kein Blitzlichtgewitter. Die lokale Presse wird von maximal zwei freien Mitarbeitern vertreten, die an einem Samstagmittag Besseres zu tun hätten, als im Kino rumzuhängen. Womit wir zum vierten Punkt kämen:
- Unsere Premieren steigen nicht zur Prime Time. Da wir uns noch nicht ins Abendprogramm einkaufen konnten, finden unsere Erstaufführungen uncooler-weise meistens so um 12 Uhr statt. High Noon. Aber was soll’s?
Zur Erinnerung an diese Highlights hier zwei Clips, in der wir die prickelnde Atmosphäre unserer D-Movie-Premieren einzufangen versucht haben.
